Dorffreizeit 2017

Bericht aus der Geisliger Zeitung:

Mir gefällt die Nachtaktion am besten – da spielen wir bei Dunkelheit Stationenspiele im Wald und bekommen zur Belohnung was Süßes“, so erklärt der elfjährige Leo, was an der Dorffreizeit in Amstetten so toll ist. 160 Kinder zwischen sieben und 14 Jahren hören bei diesem Ferienangebot eine Woche lang Geschichten aus der Bibel, gehen gemeinsam auf Ausflüge und singen miteinander. Wegen des Umbaus der Schule sind die Veranstalter räumlich beschränkt; neben der Aurainhalle, die für das Anspiel mit Musik und Geschichte genutzt wird, findet die Freizeit auch in der Lonetalschule statt. Einige Gruppen sind auch im Rathaus untergebracht, da der Platz in der Schule nicht reicht. Träger ist seit zwei Jahren der Verein „Entschieden für Christus“; im Laufe des über 30-jährigen Bestehens der Dorffreizeit gab es aber schon mehrere Wechsel.

Dorffreizeit 2017 Film

Wenn die Kinder nachmittags in der Aurainhalle eintreffen, starten sie mit einem Anspiel in das Programm. Begleitet von einer Gitarre singen sie und bekommen eine Geschichte aus der Bibel erzählt, die jeden Nachmittag weitergeführt wird. Der neunjährigen Elisabeth gefällt das, erzählt sie. Auch Fabian und Katharina mögen das Anspiel. „Ich freue mich immer schon darauf, wenn wir in die Halle gehen“, sagt der Neunjährige, und die Achtjährige fügt hinzu: „Es ist richtig schön, beim Singen von der Gitarre begleitet zu werden. Am liebsten singe ich ‚Zusammen sind wir stark‘.“

Nachdem in der Großgruppe gesungen und erzählt wurde, finden die Kinder sich in ihren Kleingruppen zusammen. Sie sind nach Schulklassen geordnet und jede Gruppe ist nach einem Tier benannt. Am Montag fand das Stationenspiel statt, bei dem die Teilnehmer an unterschiedlichen Stationen ihr Können zeigen konnten. Beim Menschenpyramidenbauen, Stelzenlaufen oder Bobbycarrennen kam es auch auf die Zusammenarbeit an. „Uns ist es wichtig, dass jedes Kind ein Erfolgserlebnis hat und die Gruppe dadurch zusammenwächst“, betont Tobias Hoene vom Organisationsteam. Am Freitag gab es das Stationenspiel noch einmal; die Kinder mussten Aufgaben im Wohngebiet Aurain lösen und waren so viel in Bewegung. Dienstag und Donnerstag waren Basteltage bei der Dorffreizeit. Die Kleinsten bemalten Tassen und Schüsseln und backten sie im Ofen, damit sie spülmaschinenfest werden. Bei den Größeren wurden Vogelhäuser oder Spiele wie Solitaire und Vier Gewinnt gebaut, andere gipsten eine Schmuckhand.

Zum Vesper treibt es die Kinder auf den Pausenhof der Lonetalschule, wo sie ihre mitgebrachten Wecken, Äpfel oder Bananen essen und von den Betreuern Getränke ausgeschenkt bekommen. Bevor die Eltern um 19 Uhr kommen und ihre Kinder holen, treffen sich alle nochmal in der Halle für ein Anspiel. Eine Abendgeschichte wird erzählt, und der Kerngedanke von mittags soll noch einmal aufgegriffen werden.

Am Mittwoch standen Ausflüge an; in ihren Kleingruppen  besuchten sie den Stuttgarter Flughafen oder Friedrichshafen am Bodensee, die Jakobshöhle in Rabenstetten oder fuhren mit dem Kanu. Der Ausflug auf einen Indoor-Spielplatz in Kirchheim hat Lisann besonders gut gefallen, erzählt die Neunjährige. Nico war in der Jakobshöhle und fand das richtig toll. „Das Schaffa macht mir auch Spaß und die Betreuer sind cool“, ergänzt der Elfjährige.